Das Porträt der Familie A. aus Köln visualisiert das Wunder, dass sich zwei
Menschen begegnen und den Mut, die Tatkraft und die Ausdauer aufgebracht
haben, eine Familie zu gründen und gemeinsam zu leben.
Mitten im Straßenasphalt ist ein kreisrundes Loch. Einige Pflanzen und Steine haben sich darin angesiedelt. Dies erscheint
zunächst nicht sehr spektakulär und dennoch fesselt es den Blick. Das Loch ist zu einem kleinen Lebensraum geworden mit Erde,
Pflanzen und Tieren; Symbole für das Geflecht aus Beziehungen, die Kreisläufe, Einbrüche und Umbrüche einer Familie.
Vier leuchtend blaue Glaskugeln sind scheinbar zufällig in diesem Rund des Lebens zum Liegen gekommen. Eine Familie, vier
Menschen, leben eine begrenzte Zeit in einer Gemeinschaft intensiv zusammen. Die Lage der blauen Glaskugeln war nie gleich.
Es sind ja Kugeln und diese kommen durch Anstöße und leichte Lageveränderungen immer wieder ins Rollen, bis dahin, dass die
Kugeln in einen neuen Rundraum gleiten und hier einen eigenen Lebensraum schaffen. Die Asphaltdecke im Umfeld dieses Rundraumes
ist bereits ein kleines Stück aufgerissen.
Vielleicht entsteht ein neuer Raum für ein nächstes Wunder?
Porträt der Familie A. aus Köln. Das Leinwandbild (Acryl auf Leinwand, 120cm x 80cm, 2006) wird ergänzt durch ein Buch und eine Archiv-CD.

